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Veröffentlicht am 09.01.2008 um 21:02 Uhr
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Inquisitor und der Typ David Watanabe

In den letzten Tagen zieht sich ein Thema durch eine Vielzahl von Blogs: Inquisitor, die hochgelobte Suchfeld-Erweiterung für Safari zeigt für manche Suchbegriffe als zusätzliches Top-Ergebnis Affiliate-Links zu Amazon an, die dem Entwickler (sofern angeklickt) Geld einbringen. Diese tauchen nicht auf, wenn man direkt über Google sucht.

Kürzlich hat sich David Watanabe, der Entwickler von Inquisitor, in seinem Blog zu Wort gemeldet und versucht sich zu verteidigen: Seiner Meinung nach wäre dieses Verhalten Public Knowledge und für ihn sei dies ein eleganter Weg gewesen, das Plugin statt wie bis Version 2 als Shareware nun als Freeware anbieten zu können. Hört sich eigentlich ganz plausibel an, wobei mir dieses Verhalten bisher gänzlich unbekannt war, und David diese Aussage auch nicht durch weitere Informationen untermauert. Es scheint also zumindest so, als sei er nicht sonderlich frei mit dieser Information umgegangen.

Warum ich und auch viele andere aufgebracht sind, hängt meiner Meinung nach auch nicht mit Inquisitor und den Affiliate-Links zusammen, sondern mit der Person David Watanabe. Ich war bis vor kurzem noch passionierter Nutzer von NewsFire, welches ebenfalls von ihm programmiert wird. Während dieser Zeit habe ich ab und zu E-Mails zu bestimmten Themen (Bugs, Fragen, etc.) an ihn geschickt und wenn überhaupt stets arrogante und patzige Antworten bekommen (ähnliches konnte ich auch in vielen Blogposts der letzten Tage nachlesen). Zum Beispiel gibt es seit einiger Zeit lang den Bug, dass manche Hintergrundgrafiken von NewsFire nicht geladen werden. Auf eine detaillierte Fehlerbeschreibung von mir inkl. Screenshot kam inhaltlich die Antwort, dies sein ein Problem des Betriebssystems. Kein Guten Tag kein Auf Wiedersehen geschweige denn ein schön, dass Sie meine Software benutzen (Die E-Mail hier zu zitieren ist leider nicht möglich, da Herr Watanabe es vorzieht, seine E-Mails als confidential zu betiteln).

Zum Vergleich mal ein Auszug aus einer Mail der OmniGroup:

Maurice, Thanks for the feedback on the color; good point on the matching with the icon. (…) If you have any other questions or suggestions, please don’t hesitate to contact me. We really appreciate your support! Sincerely, (…)

Auch die Art und Weise, wie er die freie Version von XTorrent von der Pro-Version abgrenzt zeigt meiner Meinung nach, was für ein Typ David Watanabe ist. Nutzt man XTorrent in der freien Version werden Suchergebnisse per Zufall deaktiviert, so dass man sie nicht herunterladen kann. Zudem prangt ständig ein mahnendes HUD-Fenster mit Kauf-Mich-Link auf dem Bildschirm, dass einem zeigt, was für ein schlechter Mensch man ist, wenn man das Programm nicht kauft.

Sicherlich kann man wenig über den Mensch David Watanabe sagen, wenn man ihn nicht persönlich kennt, aber all diese Dinge lassen ihn schon in einer Wolke aus schlechtem Karma erscheinen. Und ich denke, genau das ist es, warum sich gerade jeder aufregt. Man traut diesem Typen einfach zu, die User seiner Software übers Ohr zu hauen. Inquisitor ist da nur die Spitze des Eisbergs.

Als ich küzrlich mal wieder keine Antwort auf eine Mail bekommen hab, bin ich daher auch von NewsFire zu NetNewsWire und somit zu Brent Simmons gewechselt. Einem Typen, dem man gerne sein Geld für Software gibt.

Veröffentlicht am 09.01.2008 um 08:36 Uhr
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