Virtualisierung auf Intel-Macs mit Parallels

Kurz vor Ablauf des 49,95 $ Angebots hab ich mir am 14. Juli noch schnell eine Lizenz für Parallels gekauft. Und ich muss sagen: Ich bin begeistert.

Parallels vertreibt sogenannte Virtualisierungssoftware, die es ermöglicht mehrere Betriebssysteme “parallel” auf einem physikalischen Rechner zu betreiben. Und seit dem Intel-Switch von Apple ist dies auch ohne Emulation auf dem Mac möglich: Die OS X Installation dient sozusagen als Platform für die Virtualisierungssoftware, sprich Parallels läuft als ganz normales OS X Programm. Mit Hilfe eines einfachen Assistenten kann man in Windeseile eine neue Virtual Machine erstellen, auf der man nahezu jedes beliebige mit einem X86-Chip lauffähige Betriebssystem installieren kann. Ich habe Windows XP und testweise auch mal das hochgelobte Ubuntu Linux installiert.

Ubuntu und Windows unter OS X

Die Windows Installation verlief problemlos, bei Ubuntu hakte es zunächst, der Installer blieb hängen. Lösung des Problems war allerdings recht einfach: Man musste der VM mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung stellen. Mit 500 MB statt 200 MB hat es dann geklappt. Ein tolles Feature ist, dass man dem virtuellen Laufwerk CD-Images zuweisen kann, die dann wie echte CDs behandelt werden. Ich musste also noch nicht einmal die Ubuntu Live-CD brennen, um das System zu installieren.

Parallels CD Einstellungen

Unter Windows läuft eigentlich alles wie gewohnt und das in einer wirklich annehmbaren Geschwindigkeit. Office kann man durchaus ganz normal benutzen und auch Video-Dateien lassen sich problemlos abspielen. Ebenfalls toll ist der Fullscreenmodus. Per selbstdefinierbarer Tastenkombination kann man zwischen normaler Ansicht und Vollbild umschalten (eingeleitet durch den Angeber-Cube-Effekt, den man auch vom Fast-User-Switching her kennt). So hat man wirklich das Gefühl, direkt in Windows zu arbeiten, was einem passionierten Mac-User allerdings durchaus auch Schmerzen bereiten kann.

Zur Benutzbarkeit von Spielen kann ich wenig sagen, da ich mich in dem Bereich ca. auf dem Aktualitätsstand von Monkey Island 4 befinde. Das läuft allerdings bisher einwandfrei ;)

Monkey Island 4

Naja, ab und zu holpert die Musik ein wenig und ansonsten denke ich ist Parallels für Spiele auch nicht zu gebrauchen. Da sollte man doch lieber Apples BootCamp benutzen.

Alles in allem aber gerade für Webentwickler eine fabelhafte Software, die den obligatorischen Test-PC unterm Schreibtisch überflüssig macht.

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Veröffentlicht am 21.07.2006 um 11:27 Uhr
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Veröffentlicht am 20.04.2006 um 20:07 Uhr
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Universal Binaries erkennen

Screenshot Finder Info

Nächste Woche wird uns Steve ja wahrscheinlich mit den ersten Intel-Macs beglücken. Ob man sich einen solchen Intel-Mac der ersten Generation leisten sollte ist fraglich. Ein gewisses Risiko ist sicher da. Ein wichtiges Entscheidungskriterium dürfte sein, welche der täglich verwendeten Applikationen denn schon nativ auf einem Intel-Mac laufen werden. Das kann man unter 10.4.3 (ist mir jedenfalls früher nicht aufgefallen, korrigiert mich bitte wenn ich was falsches erzähle) ganz bequem im Finder nachsehen. In der Infospalte der Spaltenansicht gibt es ganz unten einen Eintrag “Architektur”, der Auskunft gibt, ob es sich um ein reines PowerPC Programm oder ein Universal Binary handelt.

Veröffentlicht am 29.12.2005 um 20:24 Uhr
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