MacBook-Akku schon wieder im Eimer

Mein MacBook Pro ist jetzt grade mal 20 Monate alt. Letztes Jahr im Juni ist bereits der erste Akku komplett gestorben und wurde kulanterweise (1 Woche nach Garantieende) kostenlos ersetzt. Nur ein paar Monate später lässt sich der damals erhaltene Akku nur noch bis etwa 40 % der vollen Kapazität aufladen, was mir zum kabellosen Arbeiten noch ca. 1 Stunde beschert. Das macht keinen Spaß. Schaut man in die Apple-Diskussionsforen, scheinen einige MBP-Besitzer dieses Problem zu haben und siehe da, Apple tut sogar was dagegen. Auf dieser Seite zum 1.2er Batterie-Update versteckt sich ein kleiner Absatz, der besagt, dass sich unter bestimmten Umständen die Garantie auf 2 Jahre verlängert:

For MacBook and MacBook Pro systems with Intel Core Duo processors, this program extends repair coverage on the battery for up to two years from the date of purchase of the computer.

Affected batteries will have one or more of the following symptoms:

  • Battery is not recognized causing an “X” to appear in the battery icon in the Finder menu bar.
  • Battery will not charge when computer is plugged into AC power.
  • Battery exhibits low charge capacity/runtime when using a fully charged battery with a battery cycle count (as shown in System Profiler) of less than 300.
  • Battery pack is visibly deformed.

Also hab ich gestern mal bei Apple-Care angerufen und schon heute Mittag bringt mir UPS erneut einen kostenlosen Ersatz-Akku. Hoffentlich zum letzten mal.

Ich kann Gerrit nur beipflichten, wenn er sagt, der Akku sei ein Verbrauchsgegenstand. Wenn die Qualität der Akkus im MacBook Air genauso mies ist, kann man die Käufer jetzt schon bemitleiden. Da muss das Gerät nämlich wegen fest eingebautem Akku zum Austausch mal eben für 5 Tage eingeschickt werden.

Veröffentlicht am 17.01.2008 um 23:09 Uhr
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MacBook Pro(blem)

Entschuldigt bitte den Artikeltitel, aber ich konnt’s mir nicht verkneifen.

Ist zwar schon weider eine Woche her, aber sicher für den einen oder anderen interessant zu erfahren. Ungefähr 5 Tage nachdem die Garantie für mein MacBook Pro abgelaufen ist, ist das hier passiert:

Ich kann nicht genau sagen, wie es passiert ist. Jedenfalls hat sich der Lack an dieser Stelle gelöst und das blanke Metall kam zum Vorschein. Nach einem kurzen Gespräch mit apple care bin ich also zum Service Provider meines Vertrauens gegangen und das Topcase wurde am nächsten Tag innerhalb von ein paar Stunden ausnahmsweise noch auf Garantie ausgetauscht. (Gravis hätte übrigens das Gerät für ca. 10 Tage eingeschickt – ohne Erfolgsgarantie).

Veröffentlicht am 25.06.2007 um 13:31 Uhr
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Virtualisierung auf Intel-Macs mit Parallels

Kurz vor Ablauf des 49,95 $ Angebots hab ich mir am 14. Juli noch schnell eine Lizenz für Parallels gekauft. Und ich muss sagen: Ich bin begeistert.

Parallels vertreibt sogenannte Virtualisierungssoftware, die es ermöglicht mehrere Betriebssysteme “parallel” auf einem physikalischen Rechner zu betreiben. Und seit dem Intel-Switch von Apple ist dies auch ohne Emulation auf dem Mac möglich: Die OS X Installation dient sozusagen als Platform für die Virtualisierungssoftware, sprich Parallels läuft als ganz normales OS X Programm. Mit Hilfe eines einfachen Assistenten kann man in Windeseile eine neue Virtual Machine erstellen, auf der man nahezu jedes beliebige mit einem X86-Chip lauffähige Betriebssystem installieren kann. Ich habe Windows XP und testweise auch mal das hochgelobte Ubuntu Linux installiert.

Ubuntu und Windows unter OS X

Die Windows Installation verlief problemlos, bei Ubuntu hakte es zunächst, der Installer blieb hängen. Lösung des Problems war allerdings recht einfach: Man musste der VM mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung stellen. Mit 500 MB statt 200 MB hat es dann geklappt. Ein tolles Feature ist, dass man dem virtuellen Laufwerk CD-Images zuweisen kann, die dann wie echte CDs behandelt werden. Ich musste also noch nicht einmal die Ubuntu Live-CD brennen, um das System zu installieren.

Parallels CD Einstellungen

Unter Windows läuft eigentlich alles wie gewohnt und das in einer wirklich annehmbaren Geschwindigkeit. Office kann man durchaus ganz normal benutzen und auch Video-Dateien lassen sich problemlos abspielen. Ebenfalls toll ist der Fullscreenmodus. Per selbstdefinierbarer Tastenkombination kann man zwischen normaler Ansicht und Vollbild umschalten (eingeleitet durch den Angeber-Cube-Effekt, den man auch vom Fast-User-Switching her kennt). So hat man wirklich das Gefühl, direkt in Windows zu arbeiten, was einem passionierten Mac-User allerdings durchaus auch Schmerzen bereiten kann.

Zur Benutzbarkeit von Spielen kann ich wenig sagen, da ich mich in dem Bereich ca. auf dem Aktualitätsstand von Monkey Island 4 befinde. Das läuft allerdings bisher einwandfrei ;)

Monkey Island 4

Naja, ab und zu holpert die Musik ein wenig und ansonsten denke ich ist Parallels für Spiele auch nicht zu gebrauchen. Da sollte man doch lieber Apples BootCamp benutzen.

Alles in allem aber gerade für Webentwickler eine fabelhafte Software, die den obligatorischen Test-PC unterm Schreibtisch überflüssig macht.

Zum Weiterlesen:

Veröffentlicht am 21.07.2006 um 11:27 Uhr
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MacBook Pro auf den zweiten Blick

Nach nunmehr fast zwei Wochen mit dem neuen Rechner wage ich eine kleine Zusammenfassung meiner bisherigen Erfahrungen:

MacBook Pro von oben

Als Minuspunkt gleich vorneweg: Genau wie damals bei meinem PowerBook war das gelieferte Gerät erstmal defekt. Das optische Laufwerk hat manche Medien einfach nicht mehr ausgeworfen, erst nach 20-30 Versuchen und akrobatischem Überkopf- und Auf-die-Seite-Drehen hat es dann geklappt. Ein klarer Fall für die 14-Tage-Umtauschfrist. Der Umtausch verlief vorbildlich, die Apple Care und Apple Store Mitarbeiter waren supernett und kompetent. Das Austauschgerät war innerhalb von 3 Tagen da, sogar bevor das defekte abgeholt wurde. Zur Neuinstallation habe ich zum ersten Mal den Apple Migrations-Assistenten verwendet, was wunderbar geklappt hat. Sogar meine ergänzte Sudoers-Datei und meine Netinfo-Einstellungen wurden übernommen. Prima.

Äußerlichkeiten

Vom Äußeren her hat sich das Design gegenüber den PowerBooks nicht großartig verändert. Lediglich der Infrarot-Sensor und die iSight sind hinzugekommen. Die Airport-Antenne ist in das Scharnier des Displays gewandert, daher ist dort jetzt ein grauer Gummi-Streifen in das Aluminium eingelassen. Die von den PowerBooks her bekannten Plastik-Ohren an den Seiten sind nun nicht mehr vorhanden. Auffällig im Vergleich zu meinem 3 Jahre alten PowerBook ist die verbesserte Hintergrundbeleuchtung der Tastatur. Ich denke, das ist aber bereits seit späteren PowerBook Revisionen so.

Die Verarbeitung ist erste Sahne, das Display schließt absolut gerade. Beim ersten Gerät waren einige Tasten etwas schief und man sah auch kleinere Ungenauigkeiten beim Gehäuse. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum die CDs nicht ausgeworfen werde konnten. Ein Apple Care Techniker meinte, dass in einem solchen Fall das Laufwerk und die komplette untere Gehäuseschale ausgetauscht würden.

MagSafe

Fluppt ab und zu mal raus, wenn man auf dem Sofa sitzt und den Rechner neben sich stellen will. Aber sicher trotzdem eine sinnvolle Sache. Allein das Anschließen des Kabels wird durch den Magneten erleichtert, was ja auch schon mal schön ist.

iSight

Kein Feature, dass man unbedingt haben muss. Dennoch ist die Qualität der winzigen Kamera absolut gleichwertig zur normalen iSight.

Frontrow

Auch eher nice-to-have als lebensnotwendig. Aber durchaus praktisch und einfach gut gemacht. Habe ich aber auch noch nicht wirklich oft benutzt.

Display (Non-Glossy Variante)

Ich habe mich bewusst gegen den Glossy Screen entschieden, da ich denke, dass dies eher für den Privat-Gebrauch (DVDs und Filmchen schauen, Fotos, etc.) sinnvoll ist, beim Arbeiten aber eher hinderlich sein kann. Apple hat nicht gelogen, die Helligkeit ist wirklich beeindruckend. In Helligkeit und Farbsättigung liegen wirklich Welten zwischen meinem PowerBook und dem MBP.

PowerBook vs. MacBook Pro

In diversen Diskussionen zu den neuen Displays kann man nachlesen, dass Apple anscheinend eine Technologie einsetzt, die das Licht besser in eine ganz bestimmte Richtung bündelt, um eine größere Helligkeit zu erreichen. Nachteil der Angelegenheit ist ein verkleinerter Blickwinkel in vertikaler Richtung. Etwas gewöhnungsbedürftig aber durchaus noch aktzeptabel. Ein weiteres Problem ist das seit Veröffentlichung bekannte Bildschirmflackern. Es tritt allerdings nur bei der niedrigsten Helligkeitsstufe auf, die man ohnehin nie zum Arbeiten benutzt. Allerdings sollte man die Option “Helligkeit vor Aktivierung des Ruhezustands verringern” in den Systemeinstellungen deaktivieren.

Wirkliche Probleme hat mir das Kalibrieren bereitet. Die Default-Werte des Displays sind so verdreht, dass man mit Hilfe der Farbregulatoren des Color-Sync Tools von OS X nicht genügend Spielraum hat, einen neutralen Wert einzustellen. Nach langem hin und her hat es aber dann doch geklappt, indem ich gleichzeitig die Farbtemparatur leicht geändert habe.

Geschwindigkeit

Der Rechner rennt! Ich habe die 2,16GHz Variante mit 1GByte RAM und es ist ein Traum. Die Apple Programme fliegen, Safari öffnet sich nahezu ohne Verzögerung. Der Strandball des Todes kann fast in Rente gehen. Der sehr animationsgeladene Newsreader NewsFire war auf dem PowerBook unbenutzbar, wenn gleichzeitig neue Artikel runtergeladen wurden. Auf dem MBP kein Problem mehr. Die Benutzeroberfläche an sich fühlt sich ebenfalls merklich schneller an. Besonders auffällig ist der Geschwindigkeitszuwachs im Terminal, sogar Spotlight wird endlich benutzbar. Alles in allem vergleichbar mit einem Dual G5.

Rosetta

Photoshop (CS) ist mit Rosetta durchaus benutzbar. Läuft etwas schneller als auf meinem PowerBook (1GHz), bisher keine Probleme oder Abstürze. Word hingegen läuft spürbar träger. Außerdem habe ich ab und zu redraw-Fehler und andere kleinere Grafik-Anomalien festgestellt. Erstaunt war ich über Cubase, eigentlich das Programm, bei dem ich am meisten Probleme erwartet hatte, welches aber trotz Rosetta nun um einiges schneller läuft. Die bisher dagewesene Verzögerung bei der Darstellung der Lautstärkepegel ist fast völlig verschwunden. Den wirklichen Einsatz mit Plugins und Effekten muss ich allerdings noch testen. Aber bisher sieht es sehr gut aus.

Airport

Mit der Airport Verbindung hat das MBP noch ein paar Problemchen. Das kann man auch in zahlreichen Threads in den offiziellen Apple Foren nachlesen. Auch ich muss mich so ca. 1-2x am Tag komplett neu einklinken, obwohl ich laut Menuleistenanzeige verbunden bin. Ich hoffe, das wird noch durch ein Update gefixt. (Update: Seit dem 10.4.7er Update sind alle besagten Probleme verschwunden).

Betrieb

Das kurz nach Auslieferung der ersten MBPs bekannt gewordene Fiepsen (The Wining™) konnte ich bisher nicht feststellen. Ich habe aber auch eine recht neue Revision, bei der bereits ein neues Motherboard verbaut ist, das einige der Kinderkrankheiten behebt. Ab und zu hört man ein leises “Zisseln”, das aber genauso auch beim PowerBook auftritt. Die Festplatte ist kaum hörbar, der äußerst selten anspringende Lüfter ebenso. Die Hitzeentwicklung ist vergleichbar der des PowerBooks, man kann sich also durchaus die Beine braten, wenn man länger in einer entsprechenden Position arbeitet.

Firewire Platten und der Target-Disk-Mode funktionieren einwandfrei. Externe Festplatten müssen allerdings neu formatiert werden, wenn man von ihnen booten will (spezielle Partitionstabelle). Der Startbildschirm, wenn man nach dem Starten die alt-Taste gedrückt hält und der Target-Disk-Mode wurden optisch überarbeitet und passen nun endlich zum Rest des Betriebssystems.

Zum Weiterlesen:

PS: Wer ein 17 Zoll PowerBook (1GHz, 1GB RAM) kaufen möchte, kann sich gerne bei mir melden ;)

Veröffentlicht am 15.06.2006 um 05:57 Uhr
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Meine Damen und Herren…

MacBook Pro

… ab sofort sind die Beiträge in diesem Blog 5x so schnell.

Veröffentlicht am 03.06.2006 um 09:21 Uhr
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