Postings getagged mit „usability“

Liebe Norisbank

Screenshot Webbanking Anwendung der Norisbank mit sinngemäß dem folgenden Text: Sehr geehrter Kunde, Aufgrund eines Bedienfehlers z.B. ein Doppelklick ist ein Fehler aufgetreten, bitte melden Sie sich ab und wieder an

Sehr geehrte Norisbank,

Aufgrund eines Programmierfehlers, verursacht durch einen Ihrer Webentwickler, ist ein Fehler aufgetreten. Bitte beenden Sie dessen Vertrag und verlangen Sie umgehend eine kostenlose Nachbesserung. Kontrollieren Sie danach, ob dieser Auftrag auch ausgeführt wurde, indem Sie versuchen, mit der Vor- und Zurück-Taste Ihres Internet-Browsers innerhalb Ihrer Webanwendung zu navigieren. Bitte rechnen Sie künftig damit, dass Ihre Kunden selbst entscheiden möchten, wie sie auf Ihren Internetseiten navigieren und auch damit, dass jegliches von Ihnen als “Bedienfehler” tituliertes Verhalten in jedem Fall auftreten wird. Machen Sie dafür jedoch bitte nicht Ihre Kunden verantwortlich, sondern verbessern Sie gefälligst Ihr Internetangebot!

Ihr Maurice Kühlborn

17. Juli 2007 usability

Technorati Relaunch

Bei Technorati hat man anscheinend schnell gemerkt, dass der letzte Relaunch eher weniger optimal war. Man kehrt zurück zu einem einfachen und übersichtlichen Layout ohne viel SchnickSchnack, sogar noch reduzierter als die ursprüngliche Version. Find ich gut. Einziger Kritikpunkt ist für mich die grüne Neon-Laufschrift ganz oben. Sowas gehört in den Car-Hifi-Laden von um die Ecke aber nicht ins Internet.

24. Mai 2007 usability

Die neue Unübersichtlichkeit

Wieso wird eine der bislang sympathischsten Webseiten, zu einem kunterbunten, gesichtslosen Yahoo-Clon umgestaltet? Wieso wird Übersichtlichkeit und Reduziertheit durch Informationsflut und Schriften-Chaos ersetzt? Wieso wird auf eigenständige, nette Illustrationen verzichtet zu Gunsten von 0815-Stock-Icons?

Technorati bis vor 1 Woche

Technorati früher

Technorati heute

Technorati neu

Nun ja, man kann dem Redesign durchaus auch Gutes abgewinnen, wie zum Beispiel die bessere Platzausnutzung. Doch im großen und ganzen bin ich sehr enttäuscht. Die Farben scheinen nahezu zufällig ausgewählt, es gibt zahlreiche Designunstimmigkeiten (mal sind die Ecken abgerundet, mal nicht), es herrscht ein bunter Stilmischmasch, der jegliche Geradlinigkeit im Design zunichte macht. Die früher da gewesene Verspieltheit, die Technorati so unverwechselbar gemacht hat, ist einem beliebigen Einheitsdesign gewichen. Die Seite wirkt vollgeknallt wie ein Teenie-Blog, bei dem auf Teufel komm raus alle noch so unsinnigen Plugins in die Sidebar gepackt werden, einfach nur weil es geht.

Und Technorati ist mit der eingeschlagenen Richtung nicht alleine: Bei sehr vielen aktuellen Seiten kann man eine Art “Neue Unübersichtlichkeit” feststellen – Die Rückkehr des Portals sozusagen. Man schaue sich nur mal das Blog von Veerle Pieters oder Vitamin an. Im Gegensatz zum neuen Technorati beides Seiten mit einem klasse Design. Aber ist diese Fülle an Informationen auf einer Startseite wirklich notwendig und sinnvoll? Ist der Nutzer nicht ohnehin schon überfordert mit dem viel zu großen Angebot im Netz oder ist gerade das Portalhafte hier wieder die Lösung: Auf den ersten Blick gleich alles in kleinen Häppchen präsentieren, so dass der Benutzer das Gefühl hat, alle angebotenen Dienste und Inhalte auf den ersten Blick zu erfassen? Ist über die Jahre mit dem Internet auch der User ein Stück weit erwachsener und medienkompetenter geworden und kommt nun spielend mit solchen Seiten zurecht? Sicher kann man einem interneterfahrenen Vitamin-Besucher eine etwas reichhaltigere Einstiegsseite präsentieren, aber der gemeine Technorati-User profitiert sicher nicht unbedingt von der neuen Vielfalt seines Lieblings-Blog-Trackers.

25. Juli 2006 usability

10 Reasons Clients Don't Care About Accessibility

(via Digital Web Magazine)

13. September 2005 usability

Willkommen in der Internet-Steinzeit

Bei der Badenia Bausparkasse wird man als interessierter Mac-User wie folgt begrüßt:

Lieber User, Sie sind auf diese Seite weitergeleitet worden, da Ihre Browser-Software nicht mit den Anforderungen für diese Webpräsenz übereinstimmt und somit eine einwandfreie Darstellung der Webpräsenz nicht gewährleistet wäre.

Um Zugang auf die Präsenz zu erlangen, sollten Sie sich daher bei einem der nachfolgend aufgeführten Anbietern kostenlos die aktuellste Browser-Software Ihrer Wahl downloaden und installieren.

Danach wird man ganz freundlich gebeten, sich doch möglichst die neueste Version von Netscape oder dem Internet Explorer runter zu laden. Doch dem Haaresträuben nicht genug führen auch noch beide Download-Links ins Leere.

Für diesen Website-Supergau verantwortlich ist übrigens diese Firma. Einmal Teeren und Federn bitte!

31. August 2005 usability

Schön, dass es sich nicht gelohnt hat

Screenshot Intro.de mit Werbung

Ich muss mal wieder meckern. Finde es ja super, dass ich bei intro.de mittlerweile die News per RSS-Feed lesen kann. Leider in gekürzter Form. Aber macht ja nix, man kann ja bei Interesse die jeweilige Seite direkt ansurfen und weiterlesen. Pustekuchen! Da versperrt mir ein riesiges Flashbanner von VW den Weg zu den eigentlichen Inhalten der Website. Wegklicken geht nicht, Mac User sollen halt sehen, wo sie bleiben. Ich finde es unfassbar wie man immer noch mit solchen Holzhammer-Methoden im Netz werben kann. Das schadet zum einen dem Betreiber der Website (der aber in diesem Fall sowieso weitesgehend schmerzfrei ist) aber auch dem Werbenden selbst. Das ist ungefähr so, als würde mir jemand im Kino während des ganzen Films ein Eis direkt vor die Nase halten und später fragen, ob ich das nicht kaufen möchte. Über die Webdesign-Verbrechen bei intro.de reden wir dann ein andermal.

03. Juni 2005 usability

dontclick.it

Wie der Name schon sagt, eine Website, die ganz ohne mouseclicks auskommt

27. April 2005 usability

Defensive Design for the Web

Defensive Design for the Web

Neues Buch im Webdesigner-Bücherregal. Nein diesmal geht’s nicht um schlankes HTML, Webstandards oder die Trennung von Inhalt und Aussehen. Dieses Buch beschreibt auf sehr kurzweilige Art, wie man Internetseiten an den Stellen verbessern kann, an denen Fehler auftreten. Es zeigt an Hand von vielen Beispielen, wie man Formulare, Fehlermeldungen und andere kritische Punkte besser handhaben kann. Diesen Teilen eines Internetauftritts wird bei der Programmierung oft nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl es sehr wichtig ist, den Benutzer in “Krisensituationen” wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Kann ein User mit der ausgegebenen Fehlermeldung nichts anfangen oder werden ihm keine leicht verständlichen Lösungen angeboten, stehen die Chancen gut, dass er sich den nächstmöglichen Ausgang sucht. Und tschüss! Dieses Buch widmet sich genau diesen Stellen einer Website.

Ich hab’ zwar erst ungefähr die Hälfte gelesen, kann aber jetzt schon sagen, dass sich die Anschaffung lohnt. Mehr Information zum Buch und ein Probekapitel findet ihr auf der 37signals Website.

02. Dezember 2004 usability