iCash bei Shell

Gestern stand ich ziemlich verdutzt an der Tankstellenkasse: Ich wollte dem Kassierer das Geld reichen, als er auf eine Öffnung in einem kleinen Kasten deutete und meinte: „Da rein, bitte!“ Ich las auf dem Kasten iCash, warf das Geld in die Öffnung und ein kleines Förderband lief los und schlotzte das Geld rein. Kurz darauf kam unten mein Wechselgeld raus. Beim rausgehen, musste ich mir echt das Grinsen verkneifen. Kann man sich für einen Kassierer etwas erniedrigerendes vorstellen, als nicht mal mehr das Bargeld annehmen zu dürfen? Heute hab ich mal kurz dazu gegoogelt und anscheinend verbirgt sich dahinter ein ausgeklügeltes System um Dieben das Handwerk zu legen. Das Geld wandert direkt in den Tresor und kann somit vom Kassierer nicht mehr an die Ganoven ausgehändigt werden. Trotzdem extrem albern.

Veröffentlicht am 03.05.2010 um 18:11 Uhr
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Kommentare

René

03.05.2010 um 18:11 Uhr

Bei uns darf der Kassierer nur Scheine rausgeben und das Kleingeld kommt aus dem Automaten – ich tanke da aber nicht mehr, weil immer ein Mitarbeiter angelaufen kommt und mein Auto betanken will und weil ich immer an der Kasse gefragt werde, ob ich ADAC Mitglied bin oder ob ich noch eine WM-Tröte oder ein Mars kaufen möchte.

Stefan

03.05.2010 um 18:11 Uhr

"schlotzen" ist super, das merk ich mir!

Maurice

03.05.2010 um 18:11 Uhr

Hab in meiner Jugend zu oft „Bill und Teds Excellent Adventure“ geschaut, daher kommt der Ausdruck.

Stefan

03.05.2010 um 18:11 Uhr

Das ist wirklich erniedrigend … Das letzte bisschen Eigeninitiative und selbstbestimmtes Arbeiten wird heute wegrationalisiert.

Gestern habe ich auch so etwas ähnliches erlebt: Die Kassiererin motzte unfreundlich rum, weil ich keinen Trenner auf das Band im Supermarkt gelegt hatte, und meinte ich sollte den nächstes Mal hinlegen. Irgendwie musste ich denken: "Der Grund, wieso du überhaupt noch einen Job hast und nicht durch einen Computer ersetzt wurdest, ist der, dass du auch so erkennen solltest, wo die Waren des nächsten Kunden kommen, wenn wir eine große Lücke lassen und mich freundlich anlächelst, anstatt mich wie ein Kleinkind zu belehren". Gesagt habe ich Gott sei Dank nur: "Oh, ich dachte einen Meter Lücke würde ausreichen, damit Sie das erkennen".

René

03.05.2010 um 18:11 Uhr

Dazu fällt mir folgendes Buch ein: http://bit.ly/ddAUlZ

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