Interview mit mir zum Thema Webdesigner-Ausbildung

Für die aktuelle Ausgabe 04/09 der Zeitschrift Internet Intern habe ich ein kleines Interview gegeben, das ich hier gerne auch meiner Leserschaft präsentieren möchte. Das Interview wurde im Rahmen eines Artikels veröffentlich, in dem es um die Möglichkeiten zur Ausbildung als Webdesigner geht.

Internet Intern: Welches Knowhow sollte ein angehender Webdesigner mitbringen? Lässt sich dieses Knowhow auch per “Learning by Doing” erwerben?

Maurice: Ich habe mir den größten Teil meines jetzigen Wissens autodidaktisch angeeignet. Eine Ausbildung oder ein Studium kann auch sinnvoll sein, reicht aber alleine nicht aus. Wichtigste Voraussetzung ist eine gewisse Leidenschaft und die Lust, sich mit dem Medium auseinanderzusetzen. Das notwendige technische Knowhow lernt man automatisch, wenn das Interesse da ist. Da die Internetbranche sich sehr schnell weiterentwickelt, sollte man neuem gegenüber aufgeschlossen und experimentierfreudig sein.

Internet Intern: Welche Vorgehensweise empfehlen Sie, um an lukrative Aufträge zu kommen?

Maurice: Sich aktiv im Internet präsentieren und zeigen, was man kann. Sofern man noch keine Kundenprojekte vorzuweisen hat, einfach eigene Projekte mustergültig umsetzen und ins Netz stellen. Dafür sorgen, dass man im Netz „auffindbar“ ist.

Internet Intern: Mitunter hat ein Auftraggeber keine klare Vorstellung, wie sein Webauftritt aussehen soll, verlangt nach Fertigstellung aber umfangreiche Änderungen – lässt sich das im Vorfeld verhindern?

Maurice: Umfang und vereinbarte Leistungen sollte man vor Projektbeginn vertraglich festhalten. Ein gewisser Spielraum ist dann zwar immer noch gegeben, böse Überraschungen erlebt man in diesem Fall aber eher selten. Ich halte es für sinnvoll, den Kunden am gesamten Prozess der Website-Erstellung teilhaben zu lassen. Er hat so von Anfang an die Möglichkeit, Feedback zu geben und wird nicht vor vollendete Tatsachen gestellt. Was der Kunde eigentlich will, sollte man zu Beginn durch gezieltes Fragen herausfinden.

Internet Intern: Ist es für einen allein arbeitenden Webdesigner sinnvoll, sich zu spezialisieren – etwa auf ein bestimmtes CMS oder auch auf eine spezielle Kunden-Branche?

Maurice: Definitiv! Um wirklich gut zu werden, sollte man gewisse Kernkompetenzen entwicklen. Das können spezielle Technologien (Ruby on Rails, jQuery, WordPress) oder auch Themenbereiche sein (z. B. Communities, Corporate Websites, Podcasting etc.) Um andere Bereiche abdecken zu können, ist es sinnvoll, sich ein Netzwerk von Experten aufzubauen, auf die man bei Bedarf zurückgreifen kann.

Veröffentlicht am 04.11.2009 um 21:37 Uhr
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Kommentare

Gerrit

04.11.2009 um 21:37 Uhr

Das entspricht auch meinen Erfahrungen :-)

Richard Thiel

04.11.2009 um 21:37 Uhr

Dem kann ich nur zustimmen, bei mir hab ich meinen "job" durch meine Leidenschaft für das Web gefunden ;)

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