Balkonblogging

Eine Beschäftigung, die sich durchaus etablieren könnte. Endlich mal die Beine lang machen und über etwas weniger technische Dinge schreiben.

Stuhl auf dem Balkon im Sonnenlicht

Ein Thema beschäftigt mich da schon seit längerem:

Ohrwürmer

Jeder kennt sie, jeder hat sie. Das schlimme aber ist, dass man immer Lieder als Ohrwurm hat, die man gar nicht mag. Vornehmlich Anastacia oder irgend einen 80iger Gassenhauer, den man schon vor Jahren satt hatte und am liebsten im ganzen Leben nie wieder hören möchte. Und prompt kommt er natürlich schon direkt zum Frühstück im Radio. Dafür gibt’s nur eine Lösung: MDR Info. Bleibt ein weiteres Problem: Kinderlieder. Wenn man, wie ich, mit Kindern zusammen wohnt, hat man eigentlich schon verloren. Anastacia und Phil Collins werden verdrängt von Bibi Blocksberg, Anne Kaffeekanne und dem Elefanten auf dem Spinnennetz. Kinder neigen ja dazu, neue Kassetten zu konsumieren, als hätten diese 100 Seiten und müssten demnach 99 mal umgedreht werden, bis man alles gehört hat. Und wenn der Kassetten-Rekorder dann aus ist, läuft das Kind trällernd durch die Wohnung und singt lauthals das soeben Gehörte – Unmöglich, dem zu entkommen. Wie oft hab ich schon Benjamin Blümchen insgeheim verflucht und Fredrik Vahle die Pest an den Hals gewünscht!

Eine andere Frage beschäftigt mich im Zusammenhang mit Ohrwürmern ebenfalls schon länger: Kann es sein, dass Ohrwürmer die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns herabsetzen? Dieses ständige Wiederholen von Melodien belastet doch sicher die menschliche CPU und nimmt jede Menge RAM in Anspruch. Wäre doch mal interessant zu erfahren, ob eine gewisse Zeit völliger Musikabstinenz die Effektivität des Hirns steigert. Wer meldet sich freiwillig?

Veröffentlicht am 25.04.2006 um 17:00 Uhr
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